Page 5 - Sommergastspiel (Leseprobe)
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„Sarah, i h ha ei A ge ot o ei e Chef eko e . Das ka i h
unmöglich ausschlagen. Ich klettere die Karriereleiter gleich drei Stufen nach
o e , e i h sofort für z ei Jahre i die USA gehe.“
„Oh, heißt das, ir fahre i ht a h Spa ie ?“
Sarah setzte sich aufs Bett. Ein leichter Druck kam aus der Magengegend.

Enttäuscht sah sie auf den offenen Koffer neben sich. Seit Jahren hatte sie

keinen richtigen Sommerurlaub mehr gemacht.
„Ja, leider, i h uss ä hste Wo he s ho hi . Es ist je a d ausgefalle ,
Herzinfarkt, tut mir leid, ich habe auch erst gestern Abend davon erfahre .“
Da iel hielt kurz i e u d spra h da s h ell u d ei dri gli h eiter. „S hatz,
ich möchte, dass du mitkommst. Es ist an der Ostküste, nicht in Texas. Es wird

dir gefallen, ich habe schon Bilder gesehen, es ist wunderschön dort, nicht weit
bis zum Atla tik. Du üsstest also i ht auf de Urlau erzi hte .“
Sarah schluckte, sollte sie ihm jetzt etwa dafür dankbar sein, dass er sich an

ihre Abneigung für Schlangen und Skorpione erinnerte?
„U d as ist it dir? Du usst do h ar eite , oder?
„Ja leider, ähm, es geht nicht anders. Deswegen kriege ich die Chance ja,
 erstehst du. So ei e Mögli hkeit ko t so s h ell i ht ieder.“
Natürlich konnte sie ihn einerseits verstehen, aber andererseits, würde das

jemals aufhören? Seit sie Daniel kannte, bestimmte der Job sein Leben. Sicher

wäre es reizvoll für ein paar Wochen die Ostküste der USA zu bereisen. Aber

nicht so. Sie schüttelte den Kopf. Nein, ihr Traumurlaub mit Daniel sah anders

aus.
„Wie stellst du dir das or, soll i h et a allei i ei er fre de Wohnung im
Ausland Urlaub machen, während du den ganzen Tag arbeitest und dann

abends spät erschöpft aus dem Büro kommst? Tolle Vorstellung. Und wie lange

soll das gehen? Du weißt doch, wie wichtig mir das ist, dass ich Ende August in

einer Schule mein Lehramt antreten kann und damit endlich auf eigenen Füßen
stehe.“
„Ja, a er a h al ä der si h die Di ge au h. Du ka st di h do h auf i h
 erlasse .“
„Ja, a er … hör do h al zu …“
„Nei , kei a er, i h fi de, jetzt äre der ri htige Zeitpu kt, u zu heiraten,
da it du siehst, ie er st ir das ist“, u ter ra h er sie.
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