Page 6 - Sommergastspiel (Leseprobe)
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Sarah stöhnte innerlich auf. Besonders romantisch war Daniel nie gewesen,

aber, dass er ihr einen Heiratsantrag am Telefon machen würde, hätte sie ihm

dann doch nicht zugetraut.

„Da iel, as ist mit dir los, spinnst du, wir müssen doch erst mal
zusa e ziehe , u zu teste , o das it u s ü erhaupt fu ktio iert.“
„I h ar o h ie so klar. Das passt, das eiß i h au h so. Sarah, du ist

Jahre, im besten Alter für Kinder. Dein Beruf läuft dir nicht weg, du kannst doch
später ieder ei steige .“

Sarah lachte schrill.
„Wie itte, darü er hast du o h ie it ir gespro he . Viellei ht ka st du

dir mal kurz ins Gedächtnis rufen, dass man um Kinder zu kriegen, Sex haben

muss. Ich kann mich an das letzte Mal kau eri er .“
„Äh, da a h dir al kei e Sorge , das ä dert si h, das erspre he i h dir.“

Sarah wurde es zu bunt. Energisch schnitt sie ihm das Wort ab.
„Hör itte auf, du a hst dir as or. Dei Jo ist dei Le e . Das ist oka ,

aber ich habe auch nicht nur zum Spaß studiert. Tut mir leid, aber ich glaube

nicht, dass sich an deinem Leben was ändert. Mir wird gerade klar, dass du nie

viel Zeit für mich haben wirst. Bisher hat das für mich gestimmt, aber jetzt nicht

mehr. Ich kann nicht all meine Zukunftspläne komplett über den Haufen

schmeißen und sie so einfach gegen neue ersetzen. Das musst du verstehen.

Das ürdest du u gekehrt au h i ht tu .“
„U d, ie soll es da eitergehe ?“
„Fahr do h erst al hi u d s hau, ie es für di h ist, da erde ir sehe .“
„Tja“, Da iel räusperte si h, „ as soll i h sage , i h ha die Ti kets u d das
Hotelzi er s ho ge u ht.“
„Wiiie?“ Sarah holte tief Luft, u die Ü elkeit zu u terdrü ke , die i ihr
ho hka . „Oh e i h orher zu frage ?“
„I h i da o ausgega ge , dass du di h darü er freust.“

Sarah stand auf und ging im Zimmer auf und ab. Sie öffnete das Fenster und die

Tür zum Flur. Sie kam sich vor, als hätte sie Fieber. Wie ein Flächenbrand

breitete sich Wut in ihr aus. Wieder atmete sie tief ein und aus und spürte, wie

die Entrüstung einer tiefen Traurigkeit wich.                               al

„Bist du o h da“, rief Da iel i de Hörer.
„Natürli h, o soll i h de s ho sei “, fuhr sie ih gereizt a . No h ei

holte sie tief Luft. Sich gegenseitig anzuschreien brachte einfach nichts. Sie
z a g si h zu ei e ruhigere To . „Da iel, i h ag kei e E ts heidu ge , die
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